UNABHÄNGIG MOBIL

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projekt

m4guide - mobile multi-modal mobility guide

 

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungsprojekt m4guide wird ein neuartiges Navigationssystem entwickelt, mit dem sich auch blinde und sehbehinderte Personen sicher von Tür zu Tür in einer ihnen unbekannten städtischen Umgebung zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖV) sowie in Bahnhöfen und Bürgerämtern bewegen können.

Projektlaufzeit: Dezember 2012 – Mai 2016

 

Ziel des Projekts m4guide ist die Entwicklung und praktische Erprobung eines durchgängigen Reise-, Informations- und Zielführungssystems mit Hilfe eines handelsüblichen Smartphones. Pilotgebiete sind Berlin Mitte, Stadt- und Landkreis Soest.

Für  ca. 145.000 blinde und 1.200.000 sehbehinderte Personen in Deutschland gibt es bisher kein durchgängiges und verkehrsmittelübergreifendes Navigationssystem, das positionsgenau ortet und mit begleitenden Echtzeitinformationen sicher zum Ziel führt. Ein Navigationssystem, das den umfassenden Anforderungen Blinder und Sehbehinderter gerecht wird, ist auf jede andere Personengruppe übertragbar.

m4guide wird ein Produkt für „Jedermann“ sein.

2. die genaue Indoor-Ortung und Navigation mit dem nahtlosen Übergang vom Outdoor- in den Indoor-Bereich. Hier werden Lösungsansätze verfolgt, bei denen über einen Fußsensor Informationen zu Geh-Richtung, Richtungswechsel und zurückgelegte Strecken genutzt werden. Außerdem werden eBeacons eingesetzt, um die Positionsdaten zu kalibrieren. 

3. eine Lösung für die Berechnung der Gesamtroute (Fußgängerwege inner- und außerhalb von Gebäuden und im ÖV) zu entwickeln und alle Daten in einem multimodalen Routing zu synchronisieren. Bei der Routenplanung im ÖV wird auf dem vorhandenen Routenplanungssystem Fahrinfo aufgesetzt werden, das die Projektpartner Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) als Fahrplanauskunft  zur Verfügung stellen. Das entsprechende System in Soest ist City Guide. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Routing mit Echtzeitinformationen gespeist wird und über eine Fahrzeugerkennungsfunktion verfügt.

 

Um eine exakte einheitliche Datenbasis als Grundlage für das Routing- und Zielführungssystem sicher zu stellen, wurde in den beiden Pilotgebieten Berlin und Soest eine vermessungstechnische Straßenbefahrung unter Berücksichtigung statischer Straßenobjekte durchgeführt. Außerhalb der Testgebiete wird m4guide auf freie Geodaten von OpenStreetMap (OSM) zurückgreifen.

Die Kombination vorhandener und die Entwicklung weiterer Ortungs- und Navigationsverfahren ist Aufgabe im m4guide-Projekt, um sicher, selbständig und einfach mit dem Smartphone in neuen städtischen Umgebungen die eigene Mobilität deutlich zu erhöhen.